Thursday 17th of September 2009


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top news photography Kolumbus-Festival

Es fand sehr viel Zuspruch. Auch viele deutsche Touristen waren beim Kolumbus-Festival auf Porto Santo vom 10. bis 12.September. Dieses dem Entdecker Christoph Kolumbus gewidmete Ereignis bietet verschiedene Musik- und Theaterveranstaltungen sowie Ausstellungen und Umzüge, in einem Ambiente, das die Zeit der portugiesischen Entdeckungen wieder lebendig werden lässt. Es findet jedes Jahr im September in der auf der Insel Porto Santo gelegenen Stadt Vila Baleira statt. Weiterlesen

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Funchal Madeira
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Der Fisch aus der Tiefsee

Die Madeirenser Delikatesse aus der Tiefsee

Madeira, die portugiesische Atlantikinsel, ist nicht nur wegen der guten Wandermöglichkeiten und des angenehmen subtropischen Klimas bekannt geworden. Bei en Feinschmeckern hat sich nämlich herumgesprochen, dass es auf dem Eiland eine Köstlichkeit gibt, die einmalig in Europa ist: Der Espada preta, oder zu deutsch, der Schwarze Degenfisch. Der Espad wird von den Madeirenser Fischern aus einer Tife von rund 1000 Meter an Angelhaken an die Meeresoberfläche gezogen. Er wird ausschließlich nachts gefangen und kommt in Europa nur rund um dieses Archipel vor. Der zweiter bekannter Fangort liegt vor Japan, aber die Japaner interessieren sich nicht so sehr für diesen Tiefseefisch.
Der räuberische Tiefseebewohner mit seinen übergroßen Augen und einer schwarzen Lederhaut wurde vor über 100 Jahren durch Zufall entdeckt. Der Überlieferung nach ist ein Fischer aus dem Ort Camara de Lobos nach ausgiebigem Weingenuss beim Angeln in seinem Boot eingeschlafen. Die lange Angelschnur rollte im Wasser unbemerkt immer weiter ab und der bleibeschwerte Angelhaken mit dem Tintenfischköder, eigentlich zum Fangen von Makrelen gedacht, verschwand in der schwarzen Tiefe.

Der Pescador, nachdem er aufwachte, muss sich sehr gewundert haben, als er die weit über 1000 Meter lange Schnur aufgewickelt hatte, um am Ende einen mit gefährlich scharfen Zähnen bewaffneten, muränenartigen Fisch von etwa 140 Zentimeter Länge zu entdecken. Der Fang lebte jedoch nicht mehr. Den gewaltigen Druckunterschied beim Hochholen hatte der Fisch nicht aushalten können.
Inzwischen werden täglich tausende Degenfische gefangen und in den Markthallen, Fischläden und von fliegenden Händlern verkauft. Der Espada preta ist wie der Madeirawein, die Stickerei und die Korbflechterei zum Markenzeichen Madeiras geworden.
Es gibt mehr als hundert Rezepte, den Espada zuzubereiten.

Die bekannteste Art ist das Espada-Filet mit Banane. Der Schwarze Degenfisch schmeckt nicht nach Fisch und hat ein zartes, weißes, fettfreies Fleisch, das sich vorzüglich für die Diatküche eignet. Er wird übrigens nicht exportiert, höchstens von Reisenden zum Beispiel nach Deutschland mitgebracht. Wie jeder Fisch ist er leicht verdeblich. Das erschwert seinen Export in andere Länder.

Fast jedes Restaurant auf Madeira führt den Espada auf seiner Speisekarte. Da er nicht nach Fisch schmeckt wäre es doch auch mal ein Versuch für Nicht-Fischesser, ihn zu probieren. Sie werden feststellen, er ist köstlich, wie übrigens alle Fische, die die Madeirenser Köche anzubieten haben. Alle sind fangfrisch und hervorragend zubereitet.

 

 

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