Die seltene Mönchsrobbe

Die seltene Mönchsrobbe lebt bei den Desertas

Diese Robbenart fängt an, sich nach der Ausrottungskampagne der Fischer im letzten Jahrhundert wieder zu erholen.


Die zutrauliche Robbe besucht inzwischen auch die Taucher vor dem Carlton-Hotel

Schon vor ihrer offiziellen Entdeckung hießen die Madeira vorgelagerten Inseln "Desertas", die "Verlassenen" oder die "Unbewohnten", schreiben Wendula Dahle und Wolfgang Leyerer in ihrem Buch "Madeira". Sie sind es bis heute geblieben: unbewohnt, weil es dort kein Süßwasser gibt, wenig besucht, weil das Anlanden schwierig ist. Und wenn heute jemand die romantische Sehnsucht verspüren sollte, auf einer dieser oft zum Greifen nahe vor Funchal liegenden Inselgruppe vielleicht für einige Tage Robinson zu spielen, er darf es nicht. Am 23. Mai 1990 hat die Regionalregierung das Gebiet zum Naturschutzgebiet erklärt, und zwar im Hinblick auf die gesamte Flora und Fauna wie auch bis zu einer Tiefe von 100 Metern.


Auf der Deserta Grande wurde mit Mitteln der EU bereits 1988 ein ständiger Posten zur Überwachung der Fauna eingerichtet. Er dient dem Schutz der letzten zwölf bis 15 Mönchsrobben (Monanchus monanchus), die hier eine Zuflucht gefunden haben. Die Mönchsrobben, ehemals zu Tausenden in Câmara de Lobos und an der Steilküste der Insel zuhause, stehen von den Wirbeltieren an erster Stelle der weltweit am meisten gefährdeten Lebewesen. Die wenigen Tiere der Desertas haben wieder eine Überlebenschance. Sie wurden früher von Fischern verfolgt, ihre Buchten auf Madeira wurden ihnen streitig gemacht, da sie als Häfen ausgebaut wurden, und ihr Lebensraum, das Meer, verschmutzte. Weltweit gibt es von ihnen noch 500 bis 1000 Stück. Einige davon im Mittelmeer. Das Foto der Robbe stammt von der "Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere" (GSM).
Die drei Inseln Ilheu Chão, Deserta Grande und Bugio liegen ungefähr 16 Kilometer von der Spitze der Halbinsel São Lourenço entfernt. Sie sind wie Madeira selbst vulkanischen Ursprung und zu derselben Zeit entstanden, vor 70 Millionen Jahren also. Sie stehen unter der Verwaltung der Gemeinde Funchal. Die ersten Kolonisten setzten Ziegen und Kaninchen auf den Desertas aus. Sie vermehrten sich rasch und fraßen alles kahl, so daß große Erosionen die Folge waren.


Seit 1995 ist Madeira mit Unterstützung des "Wildlife Management International" von Neuseeland bemüht, Ziegen und Kaninchen zu entfernen. Trotz des Kahlfraßes findet man auch heute noch 184 Pflanzenarten, von denen zwei endemisch, d.h. ursprünglich, sind und nur hier vorkommen. Außer für die Mönchsrobben sind die Desertas noch für ihre Brutkolonien von Seevögeln bekannt. Außerdem gibt es nur auf den Desertas die sehr "giftige Lycosa ingens", die größte Tarantel Europas.

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