Madeirenser grillen in halbierten Ölfässern

In jedem Dorf wird geschlachtet, überall stehen Buden, aus denen der verführerische Duft gebratenen Fleisches strömt. Zum Braten werden meist in der Länge halbierte ausrangierte Ölfässer benutzt.

Unter dem Begriff "carne" versteht der Madeirenser Fleisch. Die größte Spezialität in dieser Richtung ist der "Espetada", köstliche Fleischspieße. Das Rindfleisch "und nur solches wird dafür genommen" wird auf Lorbeerstöcken, in Ermangelung solcher , auch auf Eisenstangen gespießt, in grobem, mit Knoblauch und Lorbeerblättern versetzem Meersalz gewendet und über offenem Feuer gebraten. Durch den Knoblauch erhält das Fleisch das notwendige Aroma. Bei Volksfesten ist der Espetada auf der ganzen Insel zu haben.

In jedem Dorf wird geschlachtet, überall stehen Buden, aus denen der verführerische Duft gebratenen Fleisches strömt. Zum Braten werden meist in der Länge halbierte ausrangierte Ölfässer benutzt. In ihnen wird Holz verbrannt. Die Holzkohle dient dann zum Braten des Fleisches. Und natürlich gibt es den köstlichen Madeira Landwein dazu. Dieser Wein ist in Geschäften nicht zu kaufen. Von Ort zu Ort schmeckt er anders. Das liegt an den unterschiedlichen Böden, auf denen die Reben wachsen. Auch in den meisten Restaurants ist dieser Wein, der meist aus Fünf-Liter-Flaschen ausgeschenkt wird, nicht zu haben. Meist ist dieser Landwein trocken, aber auf jeden Fall ohne Zusätze. Solche Verbesserungsmethoden sind auf Madeira verpönt, obwohl der Weinbau hier wie in Europa nach festgelegten Regeln verläuft. Eine weitere, bei den Madeirensern beliebte Spezialität ist das "Carne de Vinho e alhos". Das ist gekochtes Schweinefleisch, das einige Tage in Wein gelegt wird, in dem sich sehr viele Knoblauchzehen befinden. Dieses Gericht wird in vielen Restaurants angeboten. Um den Fleischspieß zu genießen, muß man nicht auf Volksfeste warten. Auch in den Restaurants gibt es den leckeren Espedata auf der Speisekarte.

Dazu essen die Madeirenser liebend gerne Bolo des Caco, ein mit Knoblauchbutter bestrichenes Fladenbrot. Es wird auf heißen Eisenplatten (siehe Bild) auch bei Volksfesten gebacken. Bolo de Caco gibt es auch in vielen Restaurants. Es schmeckt vorzüglich. Ein Tipp: Kaufen Sie Bolo de Caco, nehmen es mit nach Hause und frieren Sie es ein. Wenn Sie dann ein Familienfest haben, tauen Sie es auf, erwärmen es im Ofen, halbieren sie das runde Brot und bestreichen Sie es mit Knoblauchbutter. Sie werden für dieses Mitbringsel aus Madeira im Familien- und im Freundeskreis viel Anerkennung finden.

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