Die Trauminsel

Madeira, die Trauminsel im Atlantik

Funchal (cl) „Wenn man Madeira kennt, dann kennt man alle Inseln der Welt“ sagte eine viel gereiste Touristin aus dem Rheinland nach 14 Tagen Aufenthalt auf der portugiesischen Blumeninsel im Atlantik zum Redakteur von Madeira-News.

Der Grund liegt in der vielseitigen Landschaft der Insel, die quasi hinter jeder Kurve ein anders Gesicht zeigt. Der Fischerort Câmara de Lobos - hier lebten einst die heute unter strengem Naturschutz stehenden Seewölfe (Lobo), eine Seehundart- sieht mit seinen Palmen und den bunten Fischerbooten wie eine Bucht auf Hawai aus. Auf der Nordseite gibt es Ecken, die an die Lofoten erinnern und Helgoland mit der langen Anna ist ebenfalls aus der Ferne zu erkennen, wenn man zu den vorgelagerten Inseln der Desertas-Gruppe blickt.

Madeira, sie gab einem köstlichen und hochprozentigen Dessertwein ihren Namen, wurde 1419 wurde von den Portugiesen wiederentdeckt. Nachdem die zwei jungen Kapitäne, João Gonçalves Zarco und Tristão Vaz Teixeira, in der Bucht von Machico gelandet waren, erhielten sie von ihrem König den Auftrag mit der Besiedlung der Insel zu beginnen.

Durch harte Arbeit der inzwischen zahlreichen Siedler vom Festland entstanden üppige Landschaften mit Weinbergen und Zuckerrohrplantagen. Ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem – die Levadas – liefert noch heute das notwendige Wasser. Während es den Weinbau noch gibt, wurde der Zuckerrohranbau, bis auf kleine Reste, eingestellt.

Für den heutigen Touristen sind diese Levadas hervorragende Wanderwege ohne kräftezehrende Steigungen. Viele Reiseunternehmen auf dem Eiland bieten dafür ihre Dienste an. Aus Sicherheitsgründen sollte man sich geführten Wanderungen anschließen, denn nicht alle Wege sind sicher.

Eine kulinarische Spezialität auf der Insel ist der Espada, ein Tiefseefisch, den die Fischer aus 1200 bis 800 Metern Tiefe mit Angeln an die Oberfläche holen. Das sehr „gefährlich“ aussehende Tier wird in allen Restaurants angeboten und schmeckt köstlich. Weitere Spezialitäten Madeiras sind neben dem Wein und diesem Flossentier die Handstickerei und die Korbflechtarbeiten. Während der Espada nicht ins Ausland ausgeführt wird, sind Körbe und Korbmöbel sowie handbestickte Tischdecken und Servietten Exportschlager, vor allem in England, Kanada und den USA. Beliebt in Frankreich bei Napoleon und der russischen Zarin Katharina die Große war auch der köstliche Madeirawein, der von einem Seemann "entdeckt" wurde.

Hafen von Funchal

Madeira Webcam

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