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Niemals Bußgelder ignorieren PDF Drucken
Geschrieben von: Administrator   


 

Ein Text des Verbands für bürgernahe Verkehrspolitik e.V.

Mit dem Auto auf Madeira unterwegs – Das ist zu beachten

Mit dem Auto lässt sich der Urlaub unabhängiger und oft auch individueller gestalten. Gerade bei Reisezielen, die etwas weiter entfernt sind, greifen Reisende vor Ort auf Mietwagen zurück. Gleiches gilt für Inseln wie Madeira, die mit dem eigenen Auto eher schwer zu erreichen sind.

Mit dem Auto unterwegs zu sein, bedeutet jedoch auch, dass die geltenden Verkehrsregeln bekannt sein sollten. Verstöße können die Urlaubskasse empfindlich schmälern oder Urlauber sogar bis nach Hause verfolgen.

Da Madeira Teil Portugals ist, gelten hier die Vorschriften, die auch auf dem Festland zu beachten sind. Ist zum Beispiel nicht bekannt, dass eine Promillegrenze von 0,5 gilt, kann das Glas Wein zum Abendessen oder das Bier zum Sonnenuntergang teurer als gedacht werden. Bußgelder für einen Alkoholverstoß beginnen in Portugal in der Regel bei 250 Euro. Für Fahranfänger mit weniger als drei Jahren Fahrpraxis gilt eine 0,2 Promillegrenze.

Ebenso wichtig sind die allgemeinen Geschwindigkeitsbegrenzungen, die gelten, wenn diese nicht durch Verkehrsschilder geregelt sind. So sind innerorts 50 km/h und außerorts zwischen 90 km/h und 100 km/h erlaubt.

Es gilt eine allgemeine Gurtpflicht für alle Insassen des Fahrzeugs sowie die Pflicht, Kinder in einem passenden Kindersitz zu befördern. Zudem schreiben die Verkehrsregeln in Portugal vor, dass eine Warnweste im Fahrzeug vorhanden sein muss. Das gilt für ausländische Autofahrer insbesondere dann, wenn sie mit einem in Portugal zugelassenen Mietwagen unterwegs sind. Auch ein Warndreieck sowie ein Verbandskasten müssen dann vorhanden sein.

Für welche Verstöße bei einer Verkehrskontrolle in Portugal Bußgelder erhoben werden können, ist ausführlich im Portugal-Ratgeber unter https://www.bussgeldkataloge.eu/bussgeldkatalog-portugal.html beschrieben.

 

Bußgelder aus Portugal zu ignorieren, ist keine gute Idee

Ist es im Urlaub dann einmal passiert, stellt sich meist die Frage, ob diese Strafzettel bzw. Bußgeldbescheide beglichen werden müssen. Wird das Bußgeld nicht sofort vor Ort verlangt, wird in der Regel ein Bußgeldbescheid erstellt und versandt.

Da die Mietwagenfirmen die Inhaber der Fahrzeuge sind, wird ein Bußgeldbescheid in der Regel zunächst an diese zugestellt. Entweder leiten die Firmen diesen an den betreffenden Urlauber weiter oder belasten die hinterlegte Kreditkarte.

Erreicht Betroffene nach dem Urlaub dann unerwartet Post aus Madeira, ist es keine gute Idee diese zu ignorieren. Denn das kann durchaus zu einigen Schwierigkeiten führen. Portugal, und somit auch Madeira, ist Teil der Europäischen Union. Seit 2010 gilt in der EU der Rahmenbeschluss zur Geldsanktionenvollstreckung (RBGeld), welcher auch von Portugal in nationales Recht umgesetzt wurde.

Dieser Beschluss macht es grundsätzlich möglich, Bußgelder aus den meisten EU-Ländern auch in Deutschland zu vollstrecken. Dies gilt allerdings nur für Summen ab einer Höhe von 70 Euro. Hier ist wichtig, dass nicht nur das eigentliche Bußgeld zählt, sondern auch Verfahrenskosten sowie Verwaltungs- oder Mahngebühren hinzugezogen werden. So können auch an sich geringe Bußgelder die Grenze von 70 Euro erreichen.

Das bedeutet konkret, wenn ein Bußgeldbescheid aus Portugal nicht beglichen wird, können die dortigen Behörden ein Ersuchen auf Vollstreckung stellen. Zuständig für die Prüfung und Ausführung der Vollstreckung ist in Deutschland das Bundesamt für Justiz (BfJ). Allerdings können nur Geldsanktionen vollstreckt werden, ein etwaiges Fahrverbot gilt dann nur in Portugal und nicht in Deutschland.

Doch auch wenn das verhängte Bußgeld unter der Grenze von 70 Euro bleibt, kann das Ignorieren bzw. Nichtbezahlen zu Problemen führen. So ist es beispielsweise möglich, dass eine Wiedereinreise am Flughafen von Funchal abrupt endet und erst nach Begleichen des offenen Betrags fortgesetzt werden kann.

Ein Bußgeldbescheid aus Portugal sollte jedoch auch immer auf seine Richtigkeit überprüft werden. Sind beispielsweise formelle Fehler enthalten, kann ein Einspruch sinnvoll sein. Sind sich Urlauber jedoch nicht sicher, wie sie am besten vorgehen sollten, ist es ratsam, einen deutschsprachigen Anwalt für Verkehrsrecht in Portugal zu konsultieren.

 

 

 

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Madeira ist ein portugiesische Insel, welche ca. 1000 km südwestlich von Lissabon und ca. 600 km westlich vor der marokkanischen Küste im Atlantischen Ozean liegt. Der madeirensische Tourismus der Insel konzentriert sich hauptsächlich auf die Stadt Funchal, wo sich die meisten Hotels auf Madeira befinden. Korbschlittenfahrt auf Madeira Lava-Schwimmbäder auf Madeira Hochmoor von Paúl da Serra Restaurants Madeira Stilvoll residieren auf Madeira Geschichte Madeira Madeira Wein visitmadeira madeiraweb

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