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Doppelbesteuerung
Geschrieben von: Administrator   

Doppelbesteuerungsabkommen: Was besagt das Steuerrecht?

Heutzutage ist es keine Seltenheit mehr, seinen Lebensmittelpunkt in Deutschland aufzugeben und sich stattdessen im Ausland selbstständig zu machen. In welchem Land dabei Steuern anfallen, wird durch das Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) geregelt. Das Wichtigste zum DBA und was speziell beim Arbeiten in Portugal zu beachten ist, erfahren Sie in folgendem Artikel.

In einem Doppelbesteuerungsabkommen sind Bedingungen zur Art und Weise der Versteuerung des Einkommens aufgeführt, wenn eine Tätigkeit in einem ausländischen Staat ausgeübt wird. Deutschland hat mit über 70 Staaten ein solches Abkommen beschlossen, um eine Doppelbesteuerung der Betroffenen zu vermeiden. Das bedeutet, dass bei einer bestehenden Steuerpflicht in einem Nachbarland keine Steuern in Deutschland gezahlt werden müssen. Andersherum ist man im Nachbarland von der Steuer befreit, wenn stattdessen in Deutschland Abgaben gezahlt werden.

Es existieren jedoch noch weiterführende Bestimmungen. So wird das im Ausland versteuerte Einkommen in Deutschland in den Progressionsvorbehalt einbezogen. Dadurch entsteht aus dem im Nachbarland erhaltenen Einkommen und weiteren Vergütungen in der Republik ein sogenanntes Gesamteinkommen. Aus diesem ergibt sich schließlich ein höherer Steuersatz, welcher jedoch ausschließlich das in Deutschland bezogene Einkommen betrifft.

In einigen Ländern existieren jedoch Ausnahmen. Eine gesonderte Grenzgängerregelung gilt zum Beispiel innerhalb des Doppelbesteuerungsabkommens mit Frankreich, Österreich und der Schweiz. Wird in einem dieser Länder eine Tätigkeit ausgeübt, müssen dort keine Steuerabgaben erfolgen. Stattdessen wird der Lohn in der deutschen Steuererklärung angegeben und normal versteuert. Nur Beamte oder Angestellte im öffentlichen Dienst versteuern ihr Einkommen dennoch in dem Land, in dem sie arbeiten, da hierbei das Kassenstaatsprinzip greift.

Das Doppelbesteuerungsabkommen mit Portugal

Auch zwischen Deutschland und Portugal besteht ein DBA zur Vermeidung der Doppelbesteuerung.

Dem Ansässigkeitsstaat, in diesem Falle Portugal, werden die überwiegenden Besteuerungsrechte zugewiesen, während dem Quellenstaat, hier Deutschland, noch immer ein begrenztes Besteuerungsrecht für bestimmte Einkünfte obliegt.

Damit eine steuerlich wirksame Verlegung des Wohnsitzes erfolgen kann, muss jedoch zunächst derjenige des gewöhnlichen Aufenthalts aufgegeben werden. Sobald demnach kein Wohnsitz in Deutschland mehr existiert und der Lebensmittelpunkt sich nicht länger dort befindet, besteht hierzulande auch keine unbeschränkte Einkommensteuerpflicht mehr.

Bestimmte Einkünfte können allerdings weiterhin eine enge Verbindung zum Inland aufweisen, sodass in solchen Fällen grundsätzliche eine beschränkte Steuerpflicht in Deutschland besteht. Das ist zum Beispiel bei der Vermietung einer Immobilie der Fall. Daraus resultierende Einkünfte bleiben in Deutschland steuerpflichtig. Demnach sind Personen immer dann in beschränktem Maße zu Abgaben verpflichtet, wenn sie im Inland weder ihren Wohnsitz noch ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, aber inländische Einkünfte nach § 49 Einkommensteuergesetz beziehen.

DBA bei Selbstständigkeit

Macht sich eine Person in Portugal selbstständig, das heißt, sie ist dort ansässig und der Lebensmittelpunkt befindet sich vollständig dort, führt das zu einer Steuerpflicht in Portugal. Im Doppelbesteuerungsabkommen mit Portugal ist jedoch festgehalten, dass die Einkünfte aus der selbstständigen Tätigkeit von dort ansässigen Personen weiterhin in Deutschland besteuert werden können, solange hierzulande noch eine Betriebsstätte, zum Beispiel Büroräume, genutzt wird.

Erbschaftssteuer

Auf die Erbschaftsteuer ist das Doppelbesteuerungsabkommen grundsätzlich nicht anwendbar.

§ 2 im Erbschaftsteuergesetz besagt, dass die unbeschränkte Erbschaftsteuerpflicht in Deutschland gegeben ist, wenn entweder der Erblasser oder der Erbe Inländer ist. Hierbei ist nicht die Staatsangehörigkeit gemeint, sondern abermals die Existenz des Wohnsitzes sowie der gewöhnliche Aufenthalt innerhalb Deutschlands.

Staatsangehörige, die ihren Wohnsitz in hierzulande aufgegeben haben, besitzen dennoch für fünf weitere Jahre die unbeschränkte Erbschaftsteuerpflicht. Dabei unterliegt das gesamte Vermögen, das heißt In- sowie Auslandsvermögen, der deutschen Erbschaftsteuer. Lebt der Erblasser zum Zeitpunkt seines Todes in Deutschland, so sind seine Erben, auch wenn sie in beispielsweise Portugal leben, mit dem gesamten Erbe stets in Deutschland steuerpflichtig.

Weitere Informationen zum Steuerrecht finden Sie unter www.anwalt.org/steuerrecht/.

 

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Madeira ist ein portugiesische Insel, welche ca. 1000 km südwestlich von Lissabon und ca. 600 km westlich vor der marokkanischen Küste im Atlantischen Ozean liegt. Der madeirensische Tourismus der Insel konzentriert sich hauptsächlich auf die Stadt Funchal, wo sich die meisten Hotels auf Madeira befinden. Korbschlittenfahrt auf Madeira Lava-Schwimmbäder auf Madeira Hochmoor von Paúl da Serra Restaurants Madeira Stilvoll residieren auf Madeira Geschichte Madeira Madeira Wein visitmadeira madeiraweb

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