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Geschrieben von: Administrator   

Ferienvermietung in der EU - ein Überblick über die neuesten Gesetzesänderungen

von

Dennis Swing Greene


Ferienvermietung gibt es in ganz Europa, vor allem in den touristisch orientierten Ländern. Wir schauen uns an, welche Maßnahmen ergriffen werden, um dieses ständig wachsende Phänomen zu regulieren.


Italien - Steuerabzug durch Internetplattformen ("die Airbnb-Steuer")
Abgesehen von einem Mangel an langfristigen Mietwohnungen, will Italien den Parallelmarkt kontrollieren und Steuerflucht vermeiden, die oft mit Ferienvermietung in Verbindung gebracht wird. Die Regierung hat neue Regeln für Personen verabschiedet, die ständig vermieten und Internetplattformen nutzen, um ihr Angebot zu bewerben. Diese Eigentümer zahlen im Voraus eine Pauschalgebühr von 21%, die als Quellensteuer von den Vermarktungsplattformen erhoben wird.
Eine Reihe regionaler Maßnahmen wurde ebenfalls eingeführt. Im Allgemeinen zielen diese Regeln darauf ab, eine klare Unterscheidung zwischen privaten Eigentümern ("Peer-to-Peer") und professionellen Betreibern zu schaffen, indem Begrenzungen für die Anzahl von Objekten eingeführt werden, die für die Ferienvermietung in einem bestimmten geografischen Gebiet freigegeben werden. Es gibt auch Anforderungen an die Weitergabe von Gästedaten an Strafverfolgungsbehörden und Normen über die Zahlung von Kurtaxen.

Niederlande - Vermietung für nur 60 Tage, mit dem Einverständnis der Nachbarn
Die Niederlande gehören zu den europäischen Ländern mit einem hohen Grad an Regulierung von Kurzzeitvermietungen, um Ungleichgewichte und den Mangel an langfristigen Mietwohnungen zu vermeiden. In Amsterdam ist Ferienvermietung nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Die Eigentümer müssen selber in der Immobilie wohnen, was es schwierig macht, für kurzfristige Vermietung in Immobilien zu investieren. Betreiber zahlen eine Tourismussteuer auf die erhaltenen Beträge, und jede Unterkunft kann nur für maximal 60 Tage im Jahr vermietet werden, es sei denn, der Eigentümer hat eine offizielle Ausnahme-Erklärung. Ausserdem sieht das Gesetz vor, dass eine Einheit nicht an mehr als vier Personen gleichzeitig vermietet werden darf und dass der Betreiber, wenn seine Immobilie Teil eines Wohnungskomplexes ist, eine vorherige Genehmigung der anderen Eigentümer einholen muss. Die Wohnungen müssen die Sicherheitsanforderungen erfüllen, und die Gäste dürfen keine Störungen verursachen.
Die Stadt Amsterdam hat mit Airbnb vereinbart, dass Einheiten, die ihre 60-Tage-Grenze bereits erreicht haben, nicht mehr auf der Plattform erscheinen dürfen. Ab Oktober 2017 müssen Betreiber sich bei der Stadtverwaltung anmelden. Nichteinhaltung kann Sanktionen von bis zu 20.500 € auslösen.

Vereinigtes Königreich - Vermietung für 90 Tage pro Jahr
A Furnished Holiday Let ("FHL") ist eine Art von Mietobjekt-Kllassifizierung in Großbritannien und Irland. Diese Vermietungs-Kategorie bietet den Eigentümern gewisse Steuervorteile. Es gibt spezifische Anforderungen, die eine Immobilie erfüllen muss, um sich als FHL zu qualifizieren: Verfügbarkeit für die breite Öffentlichkeit (mindestens 210 Tage pro Jahr), tatsächliche Buchungen (mehr als 105 Tage pro Jahr) und Qualität der Einrichtung.
In London ist der jährliche Zeitraum, in dem eine Einheit auf den Ferienvermietungs-Plattformen beworben werden kann, auf 90 Tage beschränkt. Airbnb hat sich offiziell verpflichtet, diese Grenzwerte einzuhalten. Das Hotelgeschäft in der britischen Hauptstadt ist jedoch überwiegend von Unternehmen besetzt, und Ferienvermietung wird nicht als Bedrohung für die traditionelle Hotellerie wahrgenommen. Die Vermietung zwischen Privatpersonen ist nicht geregelt. Dennoch haben große Hotelbetreiber in eigene Plattformen investiert, die direkt mit Airbnb und anderen konkurrieren.

Deutschland - Bußgelder bis zu 100.000 € für "unangemessene Nutzung" von Wohnungen
Berlin war eine der ersten europäischen Städte, die aufgrund des Überangebots von Ferienvermietung mit einer Wohnungsnot zu kämpfen hatten. Das Problem hat sich auf andere Regionen ausgeweitet. Mehrere Bundesländer haben Regeln eingeführt, die darauf abzielen, zu bestrafen, was sie als "unangemessene Nutzung" von Immobilien bezeichnen, die ursprünglich für dauerhaften Wohnraum gedacht waren, aber nicht als Ferienunterkünfte. Diese "missbräuchliche Verwendung" ist in den Städten Berlin, Hamburg und München verboten. Die Vorschriften variieren von Bundesland zu Bundesland. Berlin zum Beispiel hat strenge Regeln und versteht es als "Missbrauch", wenn unter anderem täglich oder wöchentlich Miete bezahlt wird. Ausnahmen sind nur unter strengen Bedingungen möglich. Auf der anderen Seite ist die Umsetzung dieser Regeln zunehmend transparenter geworden. Die Behörden haben damit begonnen, Kontrollen vor Ort durchzuführen und Internet-Plattformen auf Zwischenverkäufe zu prüfen. Die Strafen sind hoch. In Berlin zum Beispiel können Geldstrafen 100.000 € erreichen.

Frankreich – Vermietung über 120 Tage im Jahr verboten
Kurzfristige Vermietungen wurden in Frankreich intensiv geprüft. Im Oktober letzten Jahres ist ein neues Gesetz in Kraft getreten, das sich auf Städte mit mehr als 200.000 Einwohnern und auf die gesamte Großregion Paris bezieht. Diese Gesetzgebung unterscheidet zwischen Immobilien, die auch als Wohnsitz für ihre Eigentümer dienen, und solchen, die ausschließlich für die Vermietung von Ferienhäusern genutzt werden. Erstere können nur 120 Tage im Jahr an Touristen vermietet werden, danach müssen die Anzeigen bis zum nächsten Jahr von den Internetseiten entfernt werden. Die Überwachung sollte von den Plattformen selbst durchgeführt werden, obwohl noch keine Sanktionen festgelegt wurden. Die exklusive Nutzung für Ferienvermietung erfordert eine erneute Registrierung für kommerzielle Zwecke. Bei Nichteinhaltung können Bußgelder von bis zu € 50.000 entstehen. Wenn der Jahresumsatz 23.000 € übersteigt, muss sich der Eigentümer als Einzelunternehmer registrieren und die entsprechenden Beiträge zahlen. In größeren Städten ist auch eine vorherige Registrierung erforderlich, deren Nummer in der Internet-Werbung angezeigt werden muss. Besitzer, die den Regeln nicht nachkommen, riskieren hohe Geldstrafen.

Spanien – Antitourismus-Demonstrationen und ein Netz neuer Gesetze
Spanien war in den Nachrichten, als Gruppen von Demonstranten Beschränkungen forderten für Ferien-Unterkünfte in Gebieten wie Barcelona, den Balearen und San Sebastian. In Spanien steht es den autonomen Regionen frei, eigene Vorschriften zu erlassen, dies tun sie zunehmend. Die Maßnahmen reichen von einfachen Anforderungen wie einem örtlichen Touristenregister oder einer Haftpflicht-Versicherung bis hin zu anspruchsvolleren Maßnahmen wie der Kurtaxe, dem Verbot von neuen Unterkünften oder der Erteilung einer Genehmigung von Nachbarn in Wohnanlagen.
Im vergangenen Jahr hat die Stadt Barcelona die Schließung von 2.332 Wohnungen angeordnet, die illegal als lokale Beherbergungsbetriebe betrieben wurden. Die Behörden verurteilten im Rahmen ihrer "Nulltoleranz" -Politik weitere 3.473 Betreiber zu Strafen in Höhe von 3.000 bis 60.000 €.
In Palma de Mallorca konnten sich die Parteien nicht einigen. Infolgedessen wurden neue Lizenzen im historischen Zentrum ausgesetzt, bis das Gesetz überarbeitet werden kann.
Die Regeln ändern sich überall und machen die Gesetzgebung zu einem Gewirr fragmentierter Normen in ständiger Transformation. So ist das System in Folge wiederholter Gerichtsentscheidungen ständig in Bewegung. Das Madrider Hauptgericht hat kürzlich eine Bestimmung aufgehoben, die Ferienvermietung für Aufenthalte von weniger als fünf Tagen verbietet, da es sich um eine Wettbewerbsbeschränkung handelt und gegen die europäische Gesetzgebung verstößt.

Portugal - Registrierungsnummer auf Internetplattformen erforderlich
Portugal hat seit der Einführung der Kategorie "Alojamento Local„ (Ferienvermietung) mehrere Gesetzesänderungen druchgeführt. Die letzte Aktualisierung erfolgte im Juli 2017, als es für Ferienvermietungs-Anzeigen Vorschrift wurde, die Registrierungsnummer des nationalen Tourismus-Registers in den Webseiten anzuzeigen. Infolgedessen gab es im zweiten Quartal 8.650 neue offizielle Lizenzen ("AL"), doppelt so viel wie für den gleichen Zeitraum in 2016. Das Phänomen ist nicht durch durch neue Angebote in die Ferienvermietungsmarkt zu erklären, sondern durch die Legalisierung bestehender Einheiten. Online-Plattformen wie Airbnb haben sich bereit erklärt, die Maßnahme umzusetzen. Geldstrafen können bis zu 32.500 € betragen. Es gab bereits andere Vorschriften, insbesondere die Registrierung von Betreibern in der Kategorie B der Steuererklärung, sowie umfassende Sicherheitsanforderungen. Weitere Initiativen werden derzeit im Parlament diskutiert.

 

Dennis Swing Greene ist Vorsitzender und Internationaler Steuerberater für euroFINESCOs.a.

(Tel. 96 3494139) -www.eurofinesco.com

 

 

 

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Madeira ist ein portugiesische Insel, welche ca. 1000 km südwestlich von Lissabon und ca. 600 km westlich vor der marokkanischen Küste im Atlantischen Ozean liegt. Der madeirensische Tourismus der Insel konzentriert sich hauptsächlich auf die Stadt Funchal, wo sich die meisten Hotels auf Madeira befinden. Korbschlittenfahrt auf Madeira Lava-Schwimmbäder auf Madeira Hochmoor von Paúl da Serra Restaurants Madeira Stilvoll residieren auf Madeira Geschichte Madeira Madeira Wein visitmadeira madeiraweb