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Steuern und Recht
Neues zur Ferienvermietung PDF Drucken
Geschrieben von: Administrator   

Ferienvermietung in der EU - ein Überblick über die neuesten Gesetzesänderungen

von

Dennis Swing Greene


Ferienvermietung gibt es in ganz Europa, vor allem in den touristisch orientierten Ländern. Wir schauen uns an, welche Maßnahmen ergriffen werden, um dieses ständig wachsende Phänomen zu regulieren.


Italien - Steuerabzug durch Internetplattformen ("die Airbnb-Steuer")
Abgesehen von einem Mangel an langfristigen Mietwohnungen, will Italien den Parallelmarkt kontrollieren und Steuerflucht vermeiden, die oft mit Ferienvermietung in Verbindung gebracht wird. Die Regierung hat neue Regeln für Personen verabschiedet, die ständig vermieten und Internetplattformen nutzen, um ihr Angebot zu bewerben. Diese Eigentümer zahlen im Voraus eine Pauschalgebühr von 21%, die als Quellensteuer von den Vermarktungsplattformen erhoben wird.
Eine Reihe regionaler Maßnahmen wurde ebenfalls eingeführt. Im Allgemeinen zielen diese Regeln darauf ab, eine klare Unterscheidung zwischen privaten Eigentümern ("Peer-to-Peer") und professionellen Betreibern zu schaffen, indem Begrenzungen für die Anzahl von Objekten eingeführt werden, die für die Ferienvermietung in einem bestimmten geografischen Gebiet freigegeben werden. Es gibt auch Anforderungen an die Weitergabe von Gästedaten an Strafverfolgungsbehörden und Normen über die Zahlung von Kurtaxen.

Niederlande - Vermietung für nur 60 Tage, mit dem Einverständnis der Nachbarn
Die Niederlande gehören zu den europäischen Ländern mit einem hohen Grad an Regulierung von Kurzzeitvermietungen, um Ungleichgewichte und den Mangel an langfristigen Mietwohnungen zu vermeiden. In Amsterdam ist Ferienvermietung nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Die Eigentümer müssen selber in der Immobilie wohnen, was es schwierig macht, für kurzfristige Vermietung in Immobilien zu investieren. Betreiber zahlen eine Tourismussteuer auf die erhaltenen Beträge, und jede Unterkunft kann nur für maximal 60 Tage im Jahr vermietet werden, es sei denn, der Eigentümer hat eine offizielle Ausnahme-Erklärung. Ausserdem sieht das Gesetz vor, dass eine Einheit nicht an mehr als vier Personen gleichzeitig vermietet werden darf und dass der Betreiber, wenn seine Immobilie Teil eines Wohnungskomplexes ist, eine vorherige Genehmigung der anderen Eigentümer einholen muss. Die Wohnungen müssen die Sicherheitsanforderungen erfüllen, und die Gäste dürfen keine Störungen verursachen.
Die Stadt Amsterdam hat mit Airbnb vereinbart, dass Einheiten, die ihre 60-Tage-Grenze bereits erreicht haben, nicht mehr auf der Plattform erscheinen dürfen. Ab Oktober 2017 müssen Betreiber sich bei der Stadtverwaltung anmelden. Nichteinhaltung kann Sanktionen von bis zu 20.500 € auslösen.

Vereinigtes Königreich - Vermietung für 90 Tage pro Jahr
A Furnished Holiday Let ("FHL") ist eine Art von Mietobjekt-Kllassifizierung in Großbritannien und Irland. Diese Vermietungs-Kategorie bietet den Eigentümern gewisse Steuervorteile. Es gibt spezifische Anforderungen, die eine Immobilie erfüllen muss, um sich als FHL zu qualifizieren: Verfügbarkeit für die breite Öffentlichkeit (mindestens 210 Tage pro Jahr), tatsächliche Buchungen (mehr als 105 Tage pro Jahr) und Qualität der Einrichtung.
In London ist der jährliche Zeitraum, in dem eine Einheit auf den Ferienvermietungs-Plattformen beworben werden kann, auf 90 Tage beschränkt. Airbnb hat sich offiziell verpflichtet, diese Grenzwerte einzuhalten. Das Hotelgeschäft in der britischen Hauptstadt ist jedoch überwiegend von Unternehmen besetzt, und Ferienvermietung wird nicht als Bedrohung für die traditionelle Hotellerie wahrgenommen. Die Vermietung zwischen Privatpersonen ist nicht geregelt. Dennoch haben große Hotelbetreiber in eigene Plattformen investiert, die direkt mit Airbnb und anderen konkurrieren.

Deutschland - Bußgelder bis zu 100.000 € für "unangemessene Nutzung" von Wohnungen
Berlin war eine der ersten europäischen Städte, die aufgrund des Überangebots von Ferienvermietung mit einer Wohnungsnot zu kämpfen hatten. Das Problem hat sich auf andere Regionen ausgeweitet. Mehrere Bundesländer haben Regeln eingeführt, die darauf abzielen, zu bestrafen, was sie als "unangemessene Nutzung" von Immobilien bezeichnen, die ursprünglich für dauerhaften Wohnraum gedacht waren, aber nicht als Ferienunterkünfte. Diese "missbräuchliche Verwendung" ist in den Städten Berlin, Hamburg und München verboten. Die Vorschriften variieren von Bundesland zu Bundesland. Berlin zum Beispiel hat strenge Regeln und versteht es als "Missbrauch", wenn unter anderem täglich oder wöchentlich Miete bezahlt wird. Ausnahmen sind nur unter strengen Bedingungen möglich. Auf der anderen Seite ist die Umsetzung dieser Regeln zunehmend transparenter geworden. Die Behörden haben damit begonnen, Kontrollen vor Ort durchzuführen und Internet-Plattformen auf Zwischenverkäufe zu prüfen. Die Strafen sind hoch. In Berlin zum Beispiel können Geldstrafen 100.000 € erreichen.

Frankreich – Vermietung über 120 Tage im Jahr verboten
Kurzfristige Vermietungen wurden in Frankreich intensiv geprüft. Im Oktober letzten Jahres ist ein neues Gesetz in Kraft getreten, das sich auf Städte mit mehr als 200.000 Einwohnern und auf die gesamte Großregion Paris bezieht. Diese Gesetzgebung unterscheidet zwischen Immobilien, die auch als Wohnsitz für ihre Eigentümer dienen, und solchen, die ausschließlich für die Vermietung von Ferienhäusern genutzt werden. Erstere können nur 120 Tage im Jahr an Touristen vermietet werden, danach müssen die Anzeigen bis zum nächsten Jahr von den Internetseiten entfernt werden. Die Überwachung sollte von den Plattformen selbst durchgeführt werden, obwohl noch keine Sanktionen festgelegt wurden. Die exklusive Nutzung für Ferienvermietung erfordert eine erneute Registrierung für kommerzielle Zwecke. Bei Nichteinhaltung können Bußgelder von bis zu € 50.000 entstehen. Wenn der Jahresumsatz 23.000 € übersteigt, muss sich der Eigentümer als Einzelunternehmer registrieren und die entsprechenden Beiträge zahlen. In größeren Städten ist auch eine vorherige Registrierung erforderlich, deren Nummer in der Internet-Werbung angezeigt werden muss. Besitzer, die den Regeln nicht nachkommen, riskieren hohe Geldstrafen.

Spanien – Antitourismus-Demonstrationen und ein Netz neuer Gesetze
Spanien war in den Nachrichten, als Gruppen von Demonstranten Beschränkungen forderten für Ferien-Unterkünfte in Gebieten wie Barcelona, den Balearen und San Sebastian. In Spanien steht es den autonomen Regionen frei, eigene Vorschriften zu erlassen, dies tun sie zunehmend. Die Maßnahmen reichen von einfachen Anforderungen wie einem örtlichen Touristenregister oder einer Haftpflicht-Versicherung bis hin zu anspruchsvolleren Maßnahmen wie der Kurtaxe, dem Verbot von neuen Unterkünften oder der Erteilung einer Genehmigung von Nachbarn in Wohnanlagen.
Im vergangenen Jahr hat die Stadt Barcelona die Schließung von 2.332 Wohnungen angeordnet, die illegal als lokale Beherbergungsbetriebe betrieben wurden. Die Behörden verurteilten im Rahmen ihrer "Nulltoleranz" -Politik weitere 3.473 Betreiber zu Strafen in Höhe von 3.000 bis 60.000 €.
In Palma de Mallorca konnten sich die Parteien nicht einigen. Infolgedessen wurden neue Lizenzen im historischen Zentrum ausgesetzt, bis das Gesetz überarbeitet werden kann.
Die Regeln ändern sich überall und machen die Gesetzgebung zu einem Gewirr fragmentierter Normen in ständiger Transformation. So ist das System in Folge wiederholter Gerichtsentscheidungen ständig in Bewegung. Das Madrider Hauptgericht hat kürzlich eine Bestimmung aufgehoben, die Ferienvermietung für Aufenthalte von weniger als fünf Tagen verbietet, da es sich um eine Wettbewerbsbeschränkung handelt und gegen die europäische Gesetzgebung verstößt.

Portugal - Registrierungsnummer auf Internetplattformen erforderlich
Portugal hat seit der Einführung der Kategorie "Alojamento Local„ (Ferienvermietung) mehrere Gesetzesänderungen druchgeführt. Die letzte Aktualisierung erfolgte im Juli 2017, als es für Ferienvermietungs-Anzeigen Vorschrift wurde, die Registrierungsnummer des nationalen Tourismus-Registers in den Webseiten anzuzeigen. Infolgedessen gab es im zweiten Quartal 8.650 neue offizielle Lizenzen ("AL"), doppelt so viel wie für den gleichen Zeitraum in 2016. Das Phänomen ist nicht durch durch neue Angebote in die Ferienvermietungsmarkt zu erklären, sondern durch die Legalisierung bestehender Einheiten. Online-Plattformen wie Airbnb haben sich bereit erklärt, die Maßnahme umzusetzen. Geldstrafen können bis zu 32.500 € betragen. Es gab bereits andere Vorschriften, insbesondere die Registrierung von Betreibern in der Kategorie B der Steuererklärung, sowie umfassende Sicherheitsanforderungen. Weitere Initiativen werden derzeit im Parlament diskutiert.

 

Dennis Swing Greene ist Vorsitzender und Internationaler Steuerberater für euroFINESCOs.a.

(Tel. 96 3494139) -www.eurofinesco.com

 

 

 
Rund um das Steuerrecht PDF Drucken
Geschrieben von: Administrator   

Wir, der Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V., haben erst kürzlich unsere umfangreiche Informationsseite zum Thema “Steuerrecht - Zur Komplexität des Steuerverhältnisses zwischen Bürger und Staat” publiziert. Dieser Ratgeber schlüsselt alle Gesetze und Rechtsvorschriften auf, die das Steuerrecht regeln und beschreibt alle Rechtsgebiete, die mit diesem im Zusammenhang stehen. U.a. werden die folgenden Aspekte beleuchtet:

  • Steuerklassen
  • Steuererklärung und Fristen
  • Steuerhinterziehung
  • Ahndungen von Vergehen gegen das Steuerrecht
  • Einkommensteuergesetz (EStG) uvm.

Unsere kostenfreie Ratgeberseite finden Sie unter https://www.anwalt.org/steuerrecht/.


 
Wichtig für Vermieter PDF Drucken
Geschrieben von: Administrator   

Ferienvermietung nur mit AL-Lizenzen
Ab 1. Juli dürfen Online-Vermietungsplattformen wie AirBnB und Booking nur noch Immobilien auflisten, die im nationalen Tourismus-Register ordnungsgemäß mit „AL“ Nummern gelistet sind. Die Verpflichtung zur Einschreibung ist Teil einer neuen Simplex-Initiative. Mit der neuen Verordnung will die Regierung den unlauteren Wettbewerb von illegalen Eigentümern vermeiden und die Einhaltung der Vorschriften verbessern.

 

 
Unangenehmes Finanzamt PDF Drucken
Geschrieben von: Administrator   

Ein Brief vom Finanzamt

von

Dennis Swing Greene

 

Auch als ausländischer Bewohner können Sie Briefe vom hiesigen Finanzamt ("AT") erhalten. Wie viele portugiesische Bürger dürfte Sie der verschlüsselte Inhalt verwirren. Die Briefe sind in "bürokratisch" geschrieben.

So ein Brief kann mit einer Zahl daherkommen, die möglicherweise eine Steuerforderung ist. Er kann auch eine Frist enthalten, die festlegt, bis wann man reagieren soll. Der erste Punkt ist, nicht in Panik zu verfallen. Geben Sie den Brief Ihrem Steuerberater; er weiss, wie man den Inhalt interpretiert. Wenn es ein Problem gibt, kann er Ihnen helfen. Steuern sind nicht zu umgehen, aber mit der richtigen Unterstützung zahlen Sie eben nur den nach dem Gesetz fälligen Betrag.

Beispiele für regelmäßige AT-Briefe sind:

  • Die "IUC" - Kfz-Steuer;
  • Die "IMI" - jährliche Grundsteuer;
  • Eine "Nota de Liquidação" – das ist eine Steuerforderung.


Das Schreiben kann auch von anderer Art sein:

  • Eine Einladung, das lokale Finanzamt zu besuchen und eine Angabe zu klären, die die Beamten in Ihrer Steuererklärung nicht verstehen oder
  • Es könnte auch ein "Weckruf" sein, weil die AT festgestellt hat, dass sie gerne eine Steuererklärung von Ihnen hätten...


Wenn das AT ein Problem mit Ihrer Steuererklärung hat, kann der Buchhalter eine Beschwerde einlegen. Dies führt meist zu neuen Schreiben, die ebenfalls an Ihre Adresse geschickt werden. Geben Sie sie einfach an den Steuerberater weiter.

Manchmal kann es das AT sein, das falsch liegt, vielleicht ist es ein einfacher Fehler in Ihrer Steuererklärung. Wenn falsche Summen angegeben wurden, oder wenn eine Angabe fehlt, kann eine Korrektur-Erklärung nötig werden. Wenn man Sie allerdings dabei ertappt hat, dass Sie einfach keine Steuererklärung eingereicht haben, sind die Konsequenzen ernster.

Ein Teil des Problems für ausländische Einwohner ist der Mangel an Fachwissen auf der lokalen Ebene. Das internationale Steuerrecht kann komplex sein; auch in Bezirken mit einem hohen Anteil an ausländischen Bewohnern ist es ungewöhnlich, Beamte zu finden, die z.B. über Doppelbesteuerungs-Abkommen Bescheid wissen.

Auf der anderen Seite wurden in den letzten Jahren Fortschritte gemacht. "Simplex" hat in vielen Bereichen Abläufe vereinfacht. Einige Probleme, die einst Monate in Anspruch genommen haben, können nun in zwei Tagen abgewickelt werden.

Sie könnten auch sagen: "Ich habe nie etwas vom Finanzamt erhalten." Wenn dies der Fall ist, gibt es zwei mögliche Erklärungen:

  • Sie können einer der glücklichen Steuerzahler sein, die nie ein Problem hatten, oder
  • Sie können beim AT mit einer falschen Adresse registriert sein.

 

Letzteres kann zu schwerwiegenden Konsequenzen führen, bei denen das Versäumnis, auf  wichtige Meldungen zu reagieren, zu einer Häufung von Steuerschulden führen kann. Es ist wichtig, herauszufinden, was da los ist!.



Dennis Swing Greene ist Vorsitzender und Internationaler Steuerberater für euroFINESCOs.a. (Tel. 96 3494139)

www.eurofinesco.com

 
Steuerliches in 2017 PDF Drucken
Geschrieben von: Administrator   

Was ist neu bei den Steuern in 2017

Budget 2017 changes German

 

 

Staatshaushalt Portugal - Was ändert sich im Jahr 2017?
von Dennis Swing Greene


Nach dem Budget 2017 unterliegt die individuelle Einkommensteuer (IRS) folgenden Änderungen:
1. Automatische IRS-Erklärung
Die Schaffung der neuen automatischen Einkommensteuererklärung für Steuerpflichtige, die ausschließlich portugiesische Einkünfte beziehen, kommt am 1. Januar 2018 voll zum Tragen. Diese computergestützte Berichterstattung basiert auf den entsprechenden Informationen, die dem Finanzamt ("AT) automatisch im Finanzportal über elektronisch eingereichte Berichte (über Einkommen und Pensionen) zur Verfügung gestellt werden. Daraus entsteht für Bürger und Ehepaare a) eine Erklärung über die vorläufigen Einkünfte für jedes separate oder gemeinsam erhaltene Einkommen; dies führt zu b) einer entsprechenden vorläufige Steuerbewertung; zusammen mit c) den Unterlagen, die als Grundlage für Steuerabzüge dienen können.


Wenn der Bürger mit den Zahlen und Berechnungen einverstanden ist, erteilt er die Zustimmung, und die Erklärung gilt als abgeliefert. Diese Erklärung des vorläufigen Einkommens ist gültig bis zum 31. Mai, dem Ende der Abgabefrist. Ein Ersatz innerhalb von 30 Tagen nach der Abrechnung kann ohne Strafzahlung eingereicht werden. Es obliegt nun der Regierung, festzulegen, welche Steuerzahler von dieser automatischen Erklärung Gebrauch machen können.


Bürger mit anderen Einkommensarten müssen nach wie vor innerhalb der gesetzlichen Frist (bis zum 31. Mai) eine individuelle Einkommenserklärung abgeben. Die automatische Version befreit sie auch nicht von der Verpflichtung, die in den Erklärungen enthaltenen Informationen nachzuweisen.


Der Haushaltsplan enhält bereits Übergangsregeln für die IRS-Erklärung für das Geschäftsjahr 2016. Die automatische Abwicklung gilt nur für Steuerpflichtige, die
alle folgenden Bedingungen erfüllen:
- sie haben nur Einkünfte aus Gehältern oder Renten erhalten;
- sie haben ihr Einkommen nur in Portugal erwirtschaftet;
- sie erhalten keine Tipps oder Trinkgelder;
- sie galten für das gesamte Steuerjahr als Einwohner;
- sie verfügen nicht über den Status eines nicht gewohnheitsmäßigen Wohnsitzes (NHR);
- sie haben keine Unterhalts- oder Kindergeldleistungen geleistet; und
- sie haben keine Abzüge für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige.

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2. Aktualisierte IRS Steuerklassen
Die Einkommensschwellen, die die Basis für die Steuer darstellen, wurden entsprechend den Inflationserwartungen für 2016 um 0,8% aktualisiert. Die fünf Einkommensgruppen werden wie bisher mit unveränderten Steuersätzen belegt. Nur die Ertragswerte wurden aktualisiert.

 

 


Die Steuersätze für das Festland Portugal im Jahr 2017 sind wie folgt:
Einkommensteuer

2016 2017 Basis effektive Rate
bis zu 7.035 bis zu 7.091 14,5% 14,5%
> 7,035 bis 20,100 > 7,091 bis 20,261 28,5% 23,6%
> 20.100 bis 40.200 > 20.261 bis 40.522 37% 30.3%
> 40.200 bis 80.000 > 40.522 bis 80.640 45% 37.613%
> 80.000 > 80.640 48%

Nach dem Staatshaushalt 2017 unterliegt die individuelle Einkommensteuer (IRS) folgenden zusätzlichen Änderungen:


3. Einheitlicher Abgabezeitraum
Ab 2017 gibt es eine einzige Frist für die Einreichung der IRS-Erklärung für das Geschäftsjahr 2016, unabhängig von der Art des Einkommens oder der Form der Berichterstattung (entweder online oder Papier). Alle Steuerpflichtigen müssen ihre IRS-Erklärungen zwischen dem 01. April und dem 31. Mai einreichen.


4. Erweiterte gemeinsame oder separate Veranlagung
Derzeit haben verheiratete und zusammenlebende Paare die Wahl zwischen einer gemeinsamen oder getrennten Besteuerung, und zwar bis zum Ablauf der Frist (31. Mai). Nach diesem Punkt können Paare ihre Anträge nur einzeln einreichen. Im Jahr 2017 wird es möglich sein, gemeinsam zu berichten, auch wenn das Paar die Steuererklärung nach Ablauf der gesetzlichen Frist einreicht.


5. Steuererleichterungen für Behinderte
Behinderte Steuerzahler, die Einkommen in den Kategorien A (Gehälter) und B (Selbständigkeit) erhalten, werden eine gewisse Erleichterung spüren. Anstelle von 90% wird nun nur 85% ihres Einkommens versteuert. Die Erträge der Kategorie H (Renten) werden weiterhin auf der Grundlage von 90% besteuert. Die Obergrenze von 2.500 € bleibt bestehen, und zwar für Steuerbefreiungen aus allen Einkommensquellen.


6. Abzug für Haustiere
Im Jahr 2017 können im Rahmen der Mehrwertsteuer auch Veterinärkosten mit einer Obergrenze bis zu 250 € abgezogen werden. Andere abzugsfähige Ausgaben entstehen durch die MwSt. in Rechnungen für Restaurantbesuche, Hotelaufenthalte, Autoreparaturen, Friseure und Schönheitsbehandlungen.

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7. Investitionsabzug mit Startups
Startups können zukünftig 25% der jährlich getätigten Investitionen, und dies bis zu 40% der gesamten Bemessungsgrundlage, abziehen, wenn sie im Rahmen des „SEED“- Programmes getätigt werden.


8. Erhöhung der Steuerbemessungsgrenze für Ferienvermietung.
Wenn Sie eine Ferienvermietung betreiben, müssen Sie mehr Steuern zahlen. Die derzeitige Bemessungsgrundlage von 15% des Brutto-Rechnungseinkommens wird auf 35% heraufgesetzt, das ergibt eine Netto-Erhöhung um 5% (von 3.75% auf 8.75%).


9. Der IRS Zuschlag läuft aus
Der "IRS" -Zuschlag wird nach und nach im Jahr 2017 verschwinden. Für die Einnahmen, die im Jahr 2017 erwirtschaftet wurden, wird der entsprechende Zuschlag wie folgt ausgewiesen:
zu versteuerndes Einkommen Steuerrate Einkommen erhalten bis zum
2016 2017
> 0 bis 20,261 0% 01.01.2017
> 20.261 bis 40.522 0.88% 30.06.2017
> 40,522 bis 80,640 2,25% 30.11.2017
> 80,640 3,21% 30.11. 2017


10. "AIMI" - eine zusätzliche Grundsteuer
Die AIMI („Adicional ao IMI“) beurteilt Wohnimmobilien und Baugrundstücke auf der Grundlage des variablen Wertes ("VPT") der Immobilie. Für Einzelpersonen sind die ersten 600.000 € steuerfrei. Oberhalb dieser Summe liegt die Steuer bei 0,7%. Für Beträge über 1 Million € (oder doppelt so viel, wenn Paare gemeinsam veranlagt werden) erhöht sich der Satz auf 1%.


Für Unternehmen beträgt die "AIMI"-Rate 0,4%. Im Falle der persönlichen Nutzung von Gebäuden durch ihren Eigentümer / Direktoren gilt jedoch ein Zinssatz von 0,7%, der für Immobilien über 1 Million € auf 1% ansteigt. Für Gebäude, die im Besitz von börsennotierten Unternehmen sind, beträgt die "AIMI" -Rate 7,5%.

 

 

 
In Europa gläserne Finanzen PDF Drucken
Geschrieben von: Administrator   

Finanzämter in Europa reden miteinander über Ihr Einkommen

 

Der EU-Informationsaustausch kommt
von
Dennis Swing-Greene


Der EU-Informationsaustausch ist ein Informationssystem für den automatischen Austausch von Steuerinformationen im Rahmen der OECD. Bisher haben 98 Länder dieses Abkommen unterschrieben; man geht davon aus, das noch weitere Länder sich anschließen werden. Bisher wurden Steuerinformationen auf Basis der meisten Doppelbesteuerungsabkommen nur auf Anfrage ausgetauscht. Dieser Ansatz hat sich bei der Verhinderung von Steuerhinterziehung nicht als wirksam erwiesen. Mit dem neuen System werden in Zukunft alle relevanten Informationen automatisch und systematisch übertragen.

Vor kurzem erhielten wir die folgende Anfrage zu dieser Problematik. Die Fragen und Antworten sind relevant für viele Ausländer, die in Portugal ansässig sind

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich bin Schweizer Staatsbürger und lebe seit 2007 in Portugal, ich verfüge auch über eine "Numero fiscal". Ich habe bislang noch keine Steuererklärung hier abgegeben und wurde nie von den portugiesischen Steuerbehörden angesprochen. Ich leben von Zinsen und Dividenden, die in meinem Bankkonto in der Schweiz deponiert sind.

Das Problem ist nun, dass die Schweizer Banken ab 2017 die portugiesischen Behörden über meine Dividenden- und Zinserträge informieren werden. Ich habe nun über verschiedene Alternativen nachgedacht:
- Nichts zu tun, in der Hoffnung, dass die Steuer-Leute sich um mein Einkommen nicht kümmern;
- Eine Steuererklärung im Jahr 2018 für das Jahr 2017 abzugeben, in der Hoffnung, dass die Behörden nach den früheren Jahren nicht fragen;
- Mit den Behörden Kontakt aufnehmen und fragen, was ich tun soll.

Was könnten die schlimmsten Folgen für mich sein? Sollte ich Steuern für die letzten vier Jahre zahlen? Müsste ich mit einer Strafe oder sogar Gefängnis rechnen? Macht es einen Unterschied, wenn ich die Initiative ergreife und mich an die Steuerbehörde wende?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

Unterschrieben, "in Verzug"


Sehr geehrter "in Verzug",
Ihre Situation ist nicht ungewöhnlich. Sie sind einer von vielen ausländischen Einwohnern in Portugal, die mit ihren hiesigen Steuerverpflichtungen nicht konform sind. Mit dem EU-Informationsaustausch muss man davon ausgehen, dass diese Unregelmäßigkeiten ans Licht kommen.

Wenn Sie diese Situation nicht regeln, sind die Behörden eher geneigt, in der Vergangenheit zu graben, um festzustellen, ab wann Sie Ihren steuerlichen Wohnsitz nach Portugal verlegt haben. Das Finanzamt kann bis zu vier Jahre nachträglich Steuern einfordern.

Auf der anderen Seite ist es wenig wahrscheinlich, dass Fragen zu den vergangenen Jahren gestellt werden, wenn Sie hier wenigstens ab 2016 und damit vor Inkrafttreten des Abkommens eine Steuererklärung einreichen. Wir empfehlen Ihnen, proaktiv zu sein und Ihre portugiesische „IRS“-Erklärung für das Jahr 2015 abzugeben. Danach sollten Sie die Berichterstattung in den nächsten Jahren fortzusetzen. Beachten Sie, dass Sie durch die bestehenden Verträge zwischen der Schweiz und Portugal gegen eine Doppelbesteuerung geschützt sind. Konform zu sein, bedeutet nicht unbedingt, mehr Steuern zu zahlen!

Mit freundlichen Grüßen

Dennis Swing Greene


In dieser sich schnell verändernden Welt führen Datenaustausch und unterlassene Meldungen nur zu Komplikationen. Die ordnungsgemäße Abwicklung von Steuererklärungen ist der Schlüssel. Man sollte seine Rechte kennen und das Beste aus den Chancen machen, um mit einer nachhaltigen Lösung Probleme zu vermeiden.

 

Dennis Swing Greene ist internationaler Steuerberater der euroFINESCO s.a. www.eurofinesco.com

 

 
Alles rund ums Geld PDF Drucken
Geschrieben von: Administrator   

Alles rund ums Geld aus der madeirensischen Kanzlei
von Denis Swing Greene, einem Fachanwalt für portugiesisches Steuerrecht:

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Madeira ist ein portugiesische Insel, welche ca. 1000 km südwestlich von Lissabon und ca. 600 km westlich vor der marokkanischen Küste im Atlantischen Ozean liegt. Der madeirensische Tourismus der Insel konzentriert sich hauptsächlich auf die Stadt Funchal, wo sich die meisten Hotels auf Madeira befinden. Korbschlittenfahrt auf Madeira Lava-Schwimmbäder auf Madeira Hochmoor von Paúl da Serra Restaurants Madeira Stilvoll residieren auf Madeira Geschichte Madeira Madeira Wein visitmadeira madeiraweb