
Vor fast 20 Jahren eröffnete der Österreicher Josef Pregetter unterhalb des Botanischen Gartens den "Jardim Orquídea".
Das Foto zeigt im Vordergrund seine Frau Marianne und seine Enkelin Nicole.
Orchideen in Hülle und Fülle, die zu jeder Jahreszeit in verschwenderischer Pracht blühen, das ist Pregetters Orchideengarten. Für Orchideenfreunde ist der Garten ein unbedingtes Muss. Für alle anderen Blumenfreunde eine interessante Abwechslung und Erfahrung.
Seit vier Generationen beschäftigt sich die Familie Pregetter mit der Forschung und Neuzüchtung verschiedener Pflanzen. Der Stammbetrieb wurde 1905 in der K&K-Monarchie in Österreich gegründet.
1991 wird der Gartenbaubetrieb in Weiz/Österreich aufgegeben. Die Kosten für 300.000 t Heizöl jährlich waren nicht mehr zu bezahlen. Die drei Blumenfachgeschäfte wurden von Tochter Sabine Pregetter übernommen.
Josef Pregetter und seine Frau Marianne, nach der übrigens eine Orchidee benannt wurde, übersiedelten nach Madeira und gründeten 1992 dort das Unternehmen Jardim Orchídea Lda. dem 1995 die Firma Tropical Orchídea Lda. folgte. In diesem Jahr feiert Pregetters Orchideengarten folglich sein zehnjähriges Bestehen. Rechnet man die Firmengründung 1905 mit, kann die Familie Pregetter im Jahr 2005 auf eine 100jährige Gartenbaugeschichte zurückblicken. Zahlreiche Pokale zieren das Wohnhaus an der Rua Pita da Silva Nr. 37. In Österreich, Deutschland, Tschechoslowakei, Bangkok und der Schweiz holten die Pregetters bis 1982 unzählige Gold- und Silbermedaillen, Pokale und Ehrenurkunden. Bei der Flora Graz wurde Pregetter 1970 der "Große Staatspreis der Republik Österreich in Gold" überreicht. Ab 1982 nahm das bei Schauen immer erfolgreiche Unternehmen an keinen Ausstellungen mehr teil.
Dafür kann man auf Madeira in Pregetters Orchideengarten hunderte von blühenden Kostbarkeiten in einer grandiosen Präsentation entdecken. In einer Schauanlage, die einen kleinen Dschungel mit bis zu zwölf Meter hohen Bäumen besitzt, sind Orchideen, Bromelien und andere exotische Pflanzen zu sehen.
In einem speziellen Labor, das einen Arbeitstisch mit Überdruck besitzt, wird der mikroskopisch kleine Orchideensamen in keimfreie Flaschen mit Nährstoff eingesät. In diesen Flaschen, das kann man bei Pregetter sehen, wachsen die Orchideenbabys heran. Es ist die Spezialität von Jardim Orchídea, junge Orchideenpflanzen in Vitro (steril in kleinen Flaschen) zu ziehen. Josef Pregetter: "Wir führen sowohl einfache Arten wie auch Raritäten für Sammler."
Pro Flasche sind 5 bis 6 Pflanzen enthalten, welche ca. 2 Jahre alt und groß genug sind, um in kleine Töpfe umgepflanzt zu werden.
Ratschlag für Baby-Orchideen
Wenn Sie eine Flasche mit Baby-Orchideen bei uns gekauft haben, stellen Sie diese an einen hellen, warmen Ort, aber vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung. Lassen Sie die Pflanzen noch 2 bis 4 Monate in der Flasche, außer es bildet sich auf dem Nährboden ein Belag. Dies kann geschehen, wenn die Flasche geöffnet wurde. Dann müssen die kleinen Pflänzchen sofort in Töpfe mit Orchideenerde umgesetzt werden. Wenn die Pflanzen 2/3 der Höhe des Glases erreicht haben, öffnen Sie das Glas, entnehmen die jungen Orchideen, reinigen vorsichtig die Wurzeln mit lauwarmem Wasser von den Rückständen der Nährlösung. Die erste Orchideenerde sollte bei diesem Nachwuchs nicht zu grob sein, und die Pflänzchen nicht zu tief einpflanzen. Die Wurzeln sollten in der Erde sein, aber nicht die Pflanze.
Madeira-News wünscht allen Orchideen-Liebhabern viel Glück und dem Unternehmen Jardim Orchídea weiterhin viel Erfolg.
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