
Die Insel im Atlantik
Das Bild zeigt deutsche Urlauber
Madeira liegt 900 Kilometer südwestlich von Lissabon und 600 Kilometerwestlich von Casablanca auf derselben geografischen Breite wie Marrakesch und Damaskus.Seefahrer finden die Insel auf ihren Seekarten zwischen 32°22.20 und 33°7.50 nördlicher Breite und zwischen 16°16.30 und 17°16.38 westlicher Länge im östlichen Atlantischen Ozean. Das Eiland liegt ebenfalls auf dem Wendekreis des Krebses. Wenn es bei uns in Deutschland 12 Uhr ist, zeigen die Zeiger auf Madeira die elfte Stunde an. Der Madeira-Archipel ist vulkanischen Ursprungs und besteht aus drei Inselgruppen, die in einem Dreieck angeordnet sind: Die Hauptinsel Madeira, Porto Santo und die aus drei Einzel-Inseln bestehenden Desertas. Porto Santo liegt etwa 40 Kilometer von Funchal entfernt. Die Verbindung wird durch eine Seefähre hergestellt, die früher in der Ägäis griechische Inselgruppen miteinander verband. Ein kleines Flugzeug fliegt ebenfalls nach Plan nach Porto Santo. Die drei Ilhas Desertas sind etwa 7 Kilometer von Madeira entfernt. Da Naturschutzgebiet, dürfen sie nicht betreten werden.
Die Deutschen waren wieder mit weitem Abstand die Urlauber,die die meisten Übernachtungen auf der Insel gebucht hatten. Das geht aus den Zahlen hervor, die das Turismo jetzt für das Jahr 1999 veröffentlichte. Danach haben 129.204 deutsche Feriengäste insgesamt 1.157.989 Nächte auf der Insel verbracht.
Die in früheren Jahren führenden Engländer kamen zwar mit 138.562 Urlaubern, also knapp10.000 mehr zur Insel. Gebucht haben sie 1999 jedoch nur 1.116.715 Übernachtungen. Dasbedeutet, sie blieben kürzere Zeit auf der Insel Madeira. Die nächste große Nationalitätengruppesind die Portugiesen. Von ihnen suchten sich 1999 139.099 die Blumeninsel als Ziel aus. Wegender guten Flugverbindungen reisten sie aber auch schneller wieder ab, denn der Gästezahl stehen nur 571.016 Übernachtungen gegenüber. Porto Santo wurde 1999 von 3369 deutschen Touristenbesucht. Ein Jahr zuvor waren es 2922. Die Zahl der Übernachtungen stieg bei diesemPersonenkreis von 22.239 in 1998 auf 27.248 in 1999. Das ist eine Steigerung um 22,5 Prozentbei den Übernachtungen und 15,3 Prozent bei der Anzahl der Deutschen. Dem gegenüberstehen 1999 1021 Briten, die 6273 Übernachtungen buchten. Den Löwenanteil der Porto Santo-Touristen brachten die Portugiesen.
In der Zahl der Besucher von 19.384 eingeschlossen sind die vielen Madeirenser, die währendder Schulferien auf der Nachbarinsel Urlaub machen. Sie haben 1999 77.494 Übernachtungengebucht. Inbegriffen sind dabei auch die Übernachtungen im eigenen Zelt auf dem großenCampingplatz von Porto Santo. Hier ein paar exotische Zahlen. 1113 Russen buchten 1999insgesamt 9217 Übernachtungen.
Israelis waren 1999 nur mit 190 Personen vertreten, die 814 Übernachtungen buchten.771 Japaner blieben 2758 Tage. Es liegt nahe, dass diese Gruppe in der EU wohnhaft ist.Aus der Schweiz waren 1999 insgesamt 11.241 Gäste gekommen. Diese buchten 68.160Übernachtungen. Die Österreicher waren mit 22.575 Urlaubern vertrete und buchten 172.297Übernachtungen. 43.743 Franzosen waren auf Madeira und buchten 227.267 Übernachtungen.23.528 Holländer blieben 1999 für 156.700 Übernachtungen. Griechen kamen auch zur Insel.
