Umwelt
Feuer in Funchal gelöscht PDF Drucken

Nach fünf Tagen: Die Flammen in der Grafschaft Funchal hat man im Griff

Die Bombeiros waren im Dauereinsatz

Drei Brandstifter wurden gefasst

FUNCHAL (cl) Die Bevölkerung hat sich tapfer geschlagen. Nach den Bränden in Monte im Jahr 2013 war es klar, dass man zwar die Feuerwehr rufen, aber dann sofort mit einem Gartenschlauch an die Arbeit gehen muss, da die Profis wegen Überlastung oft nicht schnell genug anrücken können. Die Bewohner haben also viele, durch Funkenflug verursachte Brandherde selber gelöscht und sich gegenseitig gut unterstützt. Die Solidarität unter den Leuten hat hier den Sieg davon getragen.

In Gefahr waren eher alte Häuser mit leichten Dächern, die unbewohnt oder unbeaufsichtigt waren. Luftbilder zeigten, dass neue, solider gebaute Häuser gleich nebenan verschont geblieben sind.

In S. Luzia sind drei gebrechliche Bürger in ihren Häusern umgekommen, die offensichtlich alleine wohnten und von den Nachbarn nicht rechtzeitig evakuiert werden konnten.

Das „Choupana Hills Hotel“ ist ebenfalls den Flammen zum Opfer gefallen, es stand praktisch voll im Wald und bestand selbst aus viel Holz...vielleicht nicht der beste Standort. Die Architekt waren keine Madeirenser.

Der Pregetter-Orchideen-Garten fiel den Flammen ebenfalls zum Opfer. Die Besitzer hatten alles richtig gemacht: sie waren mit dem Personal vor Ort und hielten Haus und Garten mit Wasserschläuchen feucht; ein Ausguck war am oberen Ende postiert. Der verliess fluchtartig seinen Posten, als er sah, dass ein Gaslager der Stadt ganz in der Nähr Feuer fing. Die Explosion schleuderte dicke, brennende Baumstämme in das Gelände. Die Feuerwehr war ohne Schutzanzüge nicht in der Lage, diesen Brandherd zu bekämpfen. Der Orchideen-Garten und das Haus waren nicht mehr zu retten.

Siehe auch http://madeira-orchid.eu/feuer-im-garten/?lang=de

Wer sich finanziell am Wiederaufbau des Pregetter-Orchideengartens Boa Vista beteiligen möchte, sollte seinen Beitrag auf nachfolgendes Konto einzahlen:

BIC:  BBPIPTPL
Iban:   PT 50 0010 0000 5415 0150 0018 2


Wer als Besucher die Video-Bilder der Rauchwolken und mit hohen Flammen im Fernsehen gesehen hat, musste annehmen, dass die ganze Insel in Flammen stand. Dies war nicht der Fall; die Brände starteten alle fast gleichzeitig, und es hat gedauert, bis die Feuerwehren (mit Verstärkung vom Festland und von den Azoren) das Ganze unter Kontrolle hatten.

Oft wird auch gefragt, warum die Insel keine Wasserflugzeuge oder Hubschrauber hat, um die Brandherde mit Wasser zu bekämpfen. Es gibt hier von der Regierung beauftragte Studien, die belegen, dass diese aus mehreren Gründen auf Madeira nicht einsatzfähig waren. Die Topografie ist im Gegensatz zu den relativ flachen, sanft ansteigenden Bergen der Kanaren zu steil. Flugzeuge könnten gar nicht eingesetzt werden, und Hubschrauben hätten in einem solchen Fall - hohe Flammen, heftige Winde, Kamineffekt – nur eine geringe Chance, an einen Brandherd überhaupt nah genug heranzukommen, ohne selber in Gefahr zu geraten. (Überdies sollte man einen Brand nicht mit Meerwasser bekämpfen. Das Salz setzt sich in der Erde fest, danach wächst dann am Einsatzort nichts mehr.) Die Insel verfügt mittlerweise über fünf künstlich angelegte Süßwasser-Seen. Diese sind jedoch zu flach, als dass ein Hubschrauber dort effektiv Wasser schöpfen könnte.

Diese alte Diskussion wurde mit diesem Ereignis wieder angefacht, man wird neue Studien erstellen.

Wer der Feuerwehr helfen will, hier die Kontonummer. Bombeiro (Feuerwehr)

IBAN PT50 0038 0000 39469727771 09 , BIC BNIFPTPL

 
Natur erholt sich PDF Drucken

Wieder mehr Seewölfe vor Madeira

Population auf rund 800 Tiere angewachsen

16.07.2012

Funchal (cl) Die Naturschützer von Madeira freuen sich, denn die Zahl der vom Aussterben bedrohten Seewölfe ist seit dem Jahr 2000 von 30 bis 40 bis heute auf rund 800 Tiere angewachsen. Das stellte die Biologin des Naturparks Madeira, Rosa Lusa Pires gegenüber dem Diario de Notícias fest.

Die eigentliche Kolonie der Seewölfe befindet sich an dem Desertas, eine vorgelagerte Inselgruppe von Madeira. Hier stehen sie seit jeher unter strengen Schutz. Wildhüter achten ständig darauf, dass die Tiere nicht gestört werden. Manuel António Correia vom  Ministerium für Umwlt und Natur hat im Rahmen von Festlichkeiten in der Gemeinde Santa Cruz den erfreulichen Zuwachs der Seewölfe hervorgehoben.

Der Zweck sei es, die Seelöwen zu präsentieren. Die Tiere sind nicht scheu, hieß es. Die Tiere sind nach Madeira zurückgekehrt sagt Biologin Rosa Lusa Pires. Schwimmer sollten nicht erschrecken, wenn die Tiere neben ihnen auftauchen. Sie sollten es aber vermeiden, mit den flinken Schwimmern zu spielen. Im Spieltrieb könnten sie beißen und mit den Flossen kratzen. Den Artgenossen macht ein Biß oder Flossenschlag nichts aus, beim Menschen kann es zu ersthaften Verletzungen führen. Die Biologin weist darauf hin, dass der Lobo Marinho bei aller Zutraulichkeit ein Raubtier sei. Auch solle man ihn nicht füttern, eine Bitte besonders an die Taucher gerichtet, denn das mache den Seewolf vom Menschen abhängig.

Wie der Sea-Lobo sich die Hauptinsel zurück erobert, beweisen immer häufiger werdende Sichtungen. Gerade am letzten Donnerstag wurden mehrere bis zu 400 Kg schwer werdende Robben am Prai Formosa und Lota in Funchal gesehen. Auch im Gebiet Garajau seien diese Tiere gesehen worden. Die Expertin wünscht, dass die Menschen die Lobo Marinhos auf Distanz halten. 1992 hat der Europarat die Desertas als Biogenetisches Reservat eingestuft und das Gebiet 1995 zum Naturschutzgebiet erklärt.


 
Unwetter-Forschung PDF Drucken


 Februar-Unwetter von Madeira wissenschaftlich betrachtet

AACHEN (cl) Die Studentin Verena Bauer (28) hat sich das Unwetter vom 20. Februar 2010  auf Madeira ausgesucht, um das "Jahrhundertereignis" wissenschaftlich zu betrachten. Mit der Arbeit möchte die junge Geowissenschaftlerin den akademischen Grad Bachelor of Science (B.Sc.) / Angewandte Geographie erreichen.
Hier die Einleitung zu ihrer Arbeit:


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Wale vor der Kamera PDF Drucken







Whalwatching statt Walfang

Calheta, Mai 2010
(cl) Madeira war bis Anfang der achziger Jahre eines des Zentren des Walfangs.Der Walfang kam ursprünglich von den Azoren nach Madeira. Die ersten auf Madeira gefangenen Wale wurden im Ribeira da Janela Tal, im Bezirk Porto Moniz, verarbeitet und verwertet.


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Madeira News schont die Umwelt PDF Drucken

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