EU Madeirahilfe erst in der zweiten Jahreshälfte
110 000 Euro für 25 Familien
19. Mai 2010
Funchal / Brüssel (cl) Madeira muss noch warten, bis finanzielle Hilfe für den Ausgleich der ernormen Schäden kommt, die am 20. Februar bei der Unwetterkatastrophe das Land in ein Chaos stürzten. Madeira News fragte bei der Europäischen Kommission
Generaldirektion Regionalpoltik nach. Die Antwort: Es wird wohl bis Mitte des Jahres dauern, bis sich alle an diesem Verfahren beteiligten Gremien verständigt haben. Wie hoch die Summe sein wird, die an Madeira gezahlt wird, steht bis jetzt nicht fest.Die Höhe der Finanzhilfe errechnet sich als Prozentsatz aus der Höhe der von der Kommission anerkannten Schäden, unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des betroffenen Mitgliedstaates. Die im Foto gezeigten Gebäude sind unbewohnbar geworden. Details können sie der EUSF-Website entnehmen http://ec.europa.eu/regional_policy/funds/solidar/solid_en.htm unter "Festsetzung der Höhe der Finanzhilfe". Portugal hat direkte Schäden von gut einer Milliarde Euro geltend gemacht. Sollte sich dies bestätigen und die übrigen Voraussetzungen erfüllt sein, könnte die Finanzhilfe in der Grössenordnung von 30 Millionen Euro liegen, das sind drei Prozent der Schadenssumme. Die Auszahlung kann erst erfolgen, wenn Rat und Parlament die Mittel bereitgestellt haben und der Empfängerstaat mit der Kommission eine Durchführungsvereinbarung über die Verwendung der Mittel geschlossen hat. Die Mittel können allerdings rückwirkend zur Finanzierung von Nothilfemassnahmen ab dem ersten Tag der Katastrophe eingesetzt werden.
23.08.2010
Hilfe verzögert sich
Brüssel (cl) Auf Anfrage von Madeira News teilte die Europäischen Kommission Generaldirektion Regionalpoltik jetzt mit, dass es wohl bis in den September hinein dauern werde, bis die Kommission über die Höhe der Mittel entscheidet. Schuld daran seien die Behörden auf Madeira. Sie hatten bei der Meldung der Schäden nicht alle geforderten Angaben gemacht. Auf Nachfrage hätten sich die Madeirenser über zwei Monate Zeit gelassen, um die geforderten Angaben nachzuliefern.
03.09.2010
110 000 Euro für 25 Familien
Funchal (cl) Für die ersten 25 Familien, die bei der Unwetterkatastrophe am 20. Februar 2010 ihre Häuser mit samt der Einrichtungen verloren haben, werden insgesamt 110 000 Euro ausgezahlt, das vermeldet die Online-Ausgabe des Diario de Noticias. Die betroffenen Menschen wohnten in Funchal, Ribeira Brava, Santa Cruz und Câmara de Lobos. Das Geld wird der Meldung entsprechend in Kürze ausgezahlt.
Der Solidaritätsfonds der Europäischen Union
Der Solidaritätsfonds der Europäischen Union (EUSF) wurde für Interventionen bei Naturkatastrophen und als Solidaritätsinstrument der Union für Regionen eingerichtet, die von Katastrophen heimgesucht werden. Anlass waren die schweren Überschwemmungen in Mitteleuropa im Sommer 2002. Seitdem wurde der Fonds in 33 Katastrophenfällen - von Überschwemmungen über Waldbrände und Erdbeben bis hin zu Stürmen und Dürren – in Anspruch genommen. Bisher wurden 20 verschiedene europäische Länder mit über 2,1 Milliarden Euro unterstützt.
Fundo de Solidariedade da União Europeia
O Fundo de Solidariedade da União Europeia (FSUE) foi criado para responder a situações de emergência provocadas por catástrofes naturais e exprimir a solidariedade europeia para com a população das regiões afectadas. O FSUE foi criado após as cheias devastadoras que assolaram a Europa Central no Verão de 2002. Nos oito anos que se seguiram, foi usado em 33 ocasiões, nomeadamente para fazer face a inundações, incêndios florestais, terramotos, tempestades e secas. Até à data, foram ajudados 20 países europeus, num montante total superior a 2 100 000 euros.