Aktuell
Beatleschiff PDF Drucken

Die "Vagrant" wurde nach Caniçal geschleppt und ist dort gesunken

19.Juni.2013

Funchal (cl) Generationen von Touristen haben das am Funchaler Pier gelegene "Beatleschiff" besucht, haben dort Bier oder Limo getrunken oder gespeist. Jetzt wurde die "Vagrant", so der Name der Großsegelyacht, von seinem Standort entfernt. Das Schiff musste den Umbaumaßnahmen im Uferbereich von Funchal weichen. Hunderte Menschen schauten zu, wie Bagger dem Boot eine Fahrrinne schufen, über die die Vagrant nach Jahrzehnten wieder in ihr ursprüngliches Element glitt. Was mit dem Schiff passiert, ist im Moment noch ungewiss. Das Gericht muss erst noch die Mietschulden klären, die der Eigentümer und Unternehmer John B. hat. Die Schulden sollen immens sein. Bis das geklärt ist, wird die Vagrant in den Hafen von Caniçal geschleppt. Erst nach Klärung durch das Gericht wird geprüft, ob das Schiff von den Gemeinden Machico oder Santa Cruz, die beide Interesse bekundet haben, übernommen werden kann. Eine weitere Option gibt es noch: Das Schiff im Unterwasserschutzgebiet zu versenken, damit es Fischen eine neue Heimat bieten kann. Die Taucher haben dann ein neues Wrack, dass sie als künstliches Riff bei ihren Tauchgängen ansteuern können. Inzwischen ist es aber im Hafen von Caniçal nach einem heftigen Sturm gesunken.

Hier noch einige historische Fakten: Der Bau der Vagrant wurde 1941 vom amerikanischen Multimillionär Horace P. Vanderbilt in Auftrag gegeben. Sie wog mit Maschine und nautischem Inventar 240 Tonnen und gehörte zu den zehn luxuriösesten Yachten der Welt. Sie ist 38,6 Meter lang und 8,25 Meter breit. Neben anderen Besitzern gehörte das Schiff auch den Beatles. 1977 havarierte die Vagrant vor Las Palmas. Ein Madeirenser kaufte das Schiff und holte es 1979 nach Funchal. Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen wurde das "Beatleschiff" im Oktober 1984 vom Präsidenten der Insel, Alberto João Jardim als Restaurant eingeweiht. Ende Juni 2013 kam das Aus. Eine der Ursachen war auch die Hochwasserkatastrophe vom 24. Februar 2010. Die damals außer Rand und Band geratenen Flüsse in Funchal haben die Regierung veranlaßt, die Uferregion auszubauen.


 
Spende für Bombeiros PDF Drucken

Ein Hamburger Ehepaar übergibt eine Spende an die Bombeiros

Die Not der Madeirenser Feuerwehrleute hat sich nicht gebessert. Noch immer sind die Arbeitgeber der Bombeiros mit ihren Gehaltszahlungen 5 Monate im Rückstand, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld wurden nicht gezahlt. Um so erfreulicher ist es, dass es Menschen gibt, die ein Herz für die Not der Helfer und deren Kinder haben.

Liebe Freunde von Madeira-News, das zu Weihnachten zu Gunsten der Bombeiros in Ribeira Brava leer geräumte Konto, füllt sich langsam wieder. Jetzt kam Besuch aus der Hansestadt Hamburg. Lore und Heinz Tittmann kamen in die Feuerwache nach Ribeira Brava. Sehr zur Freude der der Wehrmänner und der Wehrfrau überreichte Heinz Tittmann und seine Frau Lore einen "grünen Schein" an José Manuel Silva, Bombeiro 1. Klasse (rote Uniform), dem Chef der Wache.
Vorher besichtigten die Hamburger die Wache. Joel, der Deutsch sprechende Feuerwehrmann, erklärte den Hanseaten den Fahrzeugpark und die Leitzentrale. Danach ging es zur Spendenübergabe ins Restaurant der Feuerwache. Zeca übernahm den Geldschein und wird ihn auf das Spendenkonto bei der Banif Bank einzahlen.










 
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Jahresende auf Madeira PDF Drucken

Weihnachts- und Silvester-Festprogramm

Die Feierlichkeiten zu Weihnachten und Silvester der Inselgruppe Madeira bestehen aus einem vielfältigen Aktivitäten Programm mit religiösen, ethnographischen und künstlerischen Charakters, die bis zum 6. Januar 2016 andauern.
Lernen Sie einige der Bräuche kennen, die Weihnachten hier so besonders machen:


1. Dezember – Teilweise Einschalten  der Festbeleuchtung in Funchal
8. Dezember – Allgemeine Festbeleuchtung von Funchals Amphitheater
14. Dezember bis 6. Januar – Straßen-Unterhaltung und Weihnachtsausstellungen 
15. bis 24. Dezember – "Messen zur Geburt Christi"
23. Dezember, 20 Uhr – "Markthallen-Nacht" / Bauernmarkt
28. Dezember, 20 Uhr – Silvesterlauf: "Funchals Stadtrundlauf"
31. Dezember, 24 Uhr – Erstaunliches Feuerwerks-Spektakel
6. Januar 2013, 20:30 Uhr – „Cantar os Reis“ (Sternsingen) der Gruppe Encontros da Eira | Stadtgarten

 
Spendenbereitschaft PDF Drucken

Deutsche und Österreicher helfen den Bombeiros

RIBEIRA BRAVA  Extra nach Ribeira Brava ist Georg Mahal und seine Ehefrau gekommen, um den Bombeiros (Feuerwehrleute) in der Wache des kleinen; an der Südküste gelegenen Ortes eine Spende zu überreichen. Im Quartel (Feuerwache) in Ribeira Brava zeigte Chefe (Brandmeister) Benfica den aus dem Stuttgarter Raum stammenden Gästen die Einsatzfahrzeuge und stellte die diensthabenden Kollegen vor. Frau und Herr Mahal besichtigten ebenfalls die Einsatzzentrale, von der aus alle Einsätze koordinierte werden.
Anschließend traf man sich im Restaurant der Feuerwache auf ein "Chinesa" (Milchkaffee) und zur Spendenübergabe. Doch vorher fand ein Informationsaustausch statt. Mahal fragte und die Bombeiros schilderten ihre Situation. Frapierend ist die Tatsache, dass sie seit drei Monaten keinen Cent gehalt bekommen haben. Sie versicherten jedoch den Gästen, dass sie trotzdem zu Einsätzen hinaus fahren. Bei den großen Waldbränden, die am 18. Juli an vielen Orten der Insel ausgebrochen waren, haben sie bis zur Erschöpfung gegen die Flammen angekämpft und konnten dabei zahlreiche Häuser und Menschen vor dem Feuer retten. Nach wenigen Stunden Schlaf fuhren sie wieder hinaus um zu löschen.
Dann überreichte Georg Mahal dem stellvertretenden Kommandanten Sidonio Pio den Briefumschlag mit der großzügigen Spende. Man konnte die Freude den anwesenden Feuerwehrmännern Benfica, Roberto und Pio anmerken. Sie waren über die große Spendenbereitschaft der Deutschen hoch erfreut. Die Spendengelder werden auf ein spezielles Spendenkonto bei der Banif-Bank in Ribeira Brava eingezahlt, zu dem nur mit der Unterschrift von drei Berechtigten Zugriff besteht.
Inzwischen haben sich weitere Urlauber angemeldet, die mit Madeira-News zum Quartel nach Ribeira Brava fahren möchten, um dort ihre Spende zu übergeben.

Auch ein Ehepaar aus dem Großraum Berlin besuchten die Wache in Ribeira Brava

(cl) Heute, am 3. August 2012, war das Ehepaar Regina und Klaus Hanisch in der Feuerwache Ribeira Brava. Nach dem Motto "Jeder Cent zählt" haben die Beiden, obwohl Rentner, den notleidende Bombeiros einen Briefumschlag mit einer beachtlichen Summe übergeben, die mit großer Freude entgegen genommen wurde.
Zuvor besichtigten die Gäste, im im Großraum Berlin zu Hause sind und in Funchal in einem Hotel wohnen, die Einsatzfahrzeuge. Ihnen wurde der Rüstwagen vorgestellt, der bei Verkehrsunfällen eingesetzt wird und dafür alle möglichen Geräte mit sich führt. Auch die Ausstattung eines Rettungswagens wurde den beiden gezeigt. Überraschung dann über den hohen Übungsturm, an und in dem die Bombeiros den Einsatz an und in Wohngebäuden immer wieder üben. Nach einem Besuch in der Einsatzzentrale fand ein Gedankenaustausch im Restaurant der Feuerwache statt. Dabei äußerten die Urlauber ihr Unverständnis darüber, dass man den Männer und Frauen der Wehr zum Beispiel bei dem letzten Großeinsatz gegen das Feuer auf Madeira bis zur Erschöpfung alles abverlangt, sie aber seit drei Monaten nicht bezahlt. Da es sich um hauptberufliche Wehrmänner und -frauen handelt, sind sie auf das Geld angewiesen, zumal sie meist sowieso kaum mehr als 650 € im Monat verdienen. In Not geraten sie deshalb, weil die meisten Bombeiros Alleinverdiener sind. Wenn das Geld ausbleibt, können auch fällige Raten bei der Bank nicht gezahlt werden - und das gibt Ärger.




Urlauber aus dem Raum Köln / Wermelskirchen helfen den Wehrleuten

22.08.2012
Das Interesse vieler Urlauber mit dem Schicksal der hauptberuflichen Bombeiros (Feuerwehrleute), die seit Monaten kein Geld mehr bekommen haben, ist ungebrochen. Immer wieder finden sich hilfsbereite Menschen, die mit ihren Spenden die Männer und Frauen auf den roten Löschfahrzeugen und den gelben Rettungswagen unterstützen möchten.

Das Unternehmer-Ehepaar Helga und Frank Schindler aus Wermelskirchen, der Kölner Rechtsanwalt Rüdiger Krah sowie Harald Gutzeit, Geschäftsführer eines großen Kölner Druckzentrums, trafen sich jetzt zum Erfahrungsaustausch mit dem Vertrauenssprecher der Bombeiros von Ribeira Brava, Roberto Henriques sowie weiteren Feuerwehrleuten. Rettungssanitäter Alexandre übersetzte das in englisch geführte Gespräch ins portugiesische. Nach einem Besuch der Wache erleuterten Roberto und seine Kollegen die fatale Situation der Wehr. Bemerkenswert fanden die Besucher, dass die Feuerwehrleute trotz ausbleibender Zahlung nicht darandenken,die Arbeit niederzulegen. Damit sprachen sie auch im Namen vieler anderer Wehrleute auf Madeira. RA Krah überreichte zur Freude der Helfer im Auftrag seiner Mitreisenden einen Umschlag, dessen Inhalt noch am nächsten Tag dem Spendenkonto zugeführt wurde.


Roberto bedankte sich im Namen seiner Kollegen bei Herrn Krah.





An dieser Stelle dankt Madeira-News allen Spendern aus Deutschland und Österreich für ihre Überweisungen.

Wer etwas spenden möchte, schreibe eine Email an d Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


Dieter Clarius
Herausgeber & Redakteur
Madeira-News

 
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