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EU-Parlament zur Hilfe aus Leichlingen |
EU-Parlamant stärkt Feuerwehr und Bürgermeister den Rücken18.03.2010
Brüssel / Leichlingen (cl) Da spielte das Europäische Parlament nicht mit und gab der Leichlinger Feuerwehr und Bürgermeister Ernst Müller recht im Streit um den Hilfseinsatz der Wehr beim Unwetterunglück auf Madeira. Zur Vorgeschichte: Am 20. Februar brach ein gewaltiges Unwetter über die Blumeninsel Madeira herein. Funchal, Ribeira Brava und andere Ortschaften standen meterhoch unter Wasser. Der Schlamm und das Geröll stauten sich in den Straßen. Viele Menschen verloren ihr Leben beziehungsweise wurden obdachlos. Der Bürgermeister von Funchal rief seinen Kollegen in der Partnerstadt Leichlingen, Ernst Müller, an und bat um Hilfe. Der gab sofort sein Einverständnis für den Einsatz von drei Leichlinger Feuerwehrleuten.
Doch diese partnerschaftliche Hilfeleistung missfiel einigen Dezernenten im Bundesinnenministerium. Bürgermeister Müller wurde angeraunzt, warum er "ohne Erlaubnis aus Berlin" den Hilfseinsatz genehmigt habe. Schließlich hätten die Portugiesen kein offiziellen Hilfeersuchen an die Bundesregierung gerichtet. Müller blieb locker und verwies auf die Hilfsanfrage aus der Partnerstadt Funchal. Das Ansinnen des Funktionärs aus dem Bundesinnenministerium, die drei Feuerwehrleute müssten alle Identifizierungsmerkmale an ihrer Uniform entfernen, damit sie nicht als deutsche Helfer identifiziert werden könnten, lehnten Müller sowohl als auch die drei Feuerwehrmänner ab.
Der Europaabgeordnete Herbert Reul (Foto) brachte diesen Streit vor das EU-Parlament. Das hat in einer Entschließung nicht nur seine Solidarität mit den Betroffenen der Naturkatastrophe auf Madeira formuliert, sondern in einem speziellen Passus auch den Einsatz der Helfer anerkennend in das Dokument aufgenommen. Der Leichlinger Europaabgeordnete Reul stärkte den Feuerwehrleuten um Stadtbrandmeister Horst Schmidtberg in einer Pressemitteilung ebenfalls den Rücken. Reul: "Der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Leichlingen ist ein schönes Beispiel für Selbstlosigkeit." Das was die Leichlinger Wehr getan hat, zeige Verantwortung und sei für die Mitmenschen unendlich wertvoll. Im Bundesinnenministerium hatte man das offenbar anders gesehen und bemängelt.
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