Deutscher Botschafter lobt Leichlinger Einsatz in Funchal
Funchal/Leichlingen (cl/RP) Höchstes Lob für die schnelle Hilfe aus Leichlingen zollte der deutsche Botschafter in Lissabon, Helmut Elfenkämper (Foto), dem Bürgermeister der Stadt Leichlingen, Ernst Müller und den Feuerwehrleuten Horst Schmidtberg, Bernd Thomsen und Jens-Uwe Kurth. Wie die Rheinische Post (RP) am Mittwoch, 3. März schrieb, erhielt der Bürgermeister der Partnerstadt von Funchal jetzt ein entsprechendes Dankschreiben des Diplomaten aus Portugal.
Elfenkämper beurteilte laut RP den selbstlosen und schnellen Einsatz der Leichlinger als hervorragend geeignet, Deutschland in Portugal positiv darzustellen.
Bürgermeister Müller hatte die Nothilfe, die im Rahmen der Städtepartnerschaft mit der madeirensischen Inselhauptstadt Funchal geleistet wurde, angesicht der Verwüstungen als dringend geboten angesehenr. Funchals Bürgermeister Miguel Albuquerque hatte seinen Leichlinger Amtskollegen um Hilfe gebeten.
Zahlreiche deutsche (Bild links) und portugiesische Medien haben über den Hilfseinsatz der drei Feuerwehrmänner ausgesprochen wohlwollend berichtet. Wie sagte der deutsche Botschafter in Lissabon: Die Hilfsaktion im Unwettergebiet auf Madeira habe dazu beigetragen, das Ansehen der Bundesrepublik in Portugal zu fördern.
Noch sind lämgst nicht alle Schäden auf der Insel beseitigt, dass wird auch noch einige Zeit dauern. Bemerkenswert ist jedoch, dass die Madeirenser ihr Los selber in die Hand nehmen und sofort mit den Aufräumungsarbeiten begannen. Alle 600 Obdachlosen aus mehr als 150 Familien hatten sehr schnell ein Dach über dem Kopf, dafür sorgten auf der Insel zivile und militärische Behörden. Mit einer Benefizveranstaltung am letzten Sonntag haben portugiesiche Künstler dafür gesorgt, das erste Gelder für die Opfer bereit gestellt werden konnten.
Die große Sorge der für den Tourismus zuständigen Dienststellen auf der Insel ist jetzt, das Urlauber ihre geplanten Reisen nach Madeira stornieren könnten. Einige Hotels haben da erste leidvolle Erfahrungen gemacht. Trotzdem: Madeira ist eine Reise wert. Für die Touristen hat sich das Leben normalisiert. Alle Hotels arbeiten ohne Beeinträchtigung. Nur der engere Innenstadtbereich ist noch wegen der Aufräumungsarbeiten gesperrt. Ein städtischer Mitarbeiter: "Wir wollen doch nicht, dass die Leute durch Baumaschinen zu Schaden kommen." (Siehe auch Artikel "Spendenkonto" im Madeira-Magazin Aktuell).